Seit 1993 haben sich in Sri Lanka Kleinbauern zur Small Organic Farmers Association zusammengeschlossen. Als Angestellte hatten sie zuvor kaum Rechte und Mög-
lichkeiten, ihre eigene Zukunft zu gestalten. Durch Landreformen können sie nun auf eigenem Land Tee und Gewürze nach den strengen Vorgaben des kontrolliert bio-
logischen Anbaus produzieren. Der Erfolg der Kleinbauern machte Schule: aus anfangs 180 Kleinbauern sind heute mehr als 2000 Mitgliedern geworden. Sri Lanka ist
bekannt für seinen herausragenden Ceylon-Tee.
Die Kleinbauern von SOFA bauen ihren Tee in Mischkulturen. d.h. zusammen mit anderen Sträuchern und Bäumen an. So schützen sie die Biodiversität ihrer Natur und
beugen der Bodenerosion an steilen Berghängen vor. Die fairen Preise, die die Kleinbauern für ihre Ernten erhalten, sichern ihre Zukunft. Schulungen im Kompostieren
und Produzieren von natürlichem Dünger finden statt. Schulische Einrichtungen und Krankenstationen werden eingerichtet. Soziale Verantwortung endet für SOFA nicht
an den Grenzen ihrer Kooperative. Im Gegenteil – die Kooperative legt großen Wert darauf, dass auch ärmere Bevölkerungsschichten außerhalb der Kooperative von
ihren Projekten profitiert. So werden zum Beispiel Trinkwasserbrunnen gebaut, die ganzen Kommunen zur Verfügung stehen.
Unser Mate kommt von der argentinischen Kooperative Ruiz de Montoya aus der Provinz Misiones. Zwischen den Flüssen Parana und Uruguay gelegen wird die einzig-
artige Landschaft in Misiones geprägt von fruchtbaren roten Böden die zusammen mit dem subtropischen Klima zu einer dichten Vegetation führen.
Bei Ruiz de Montoya steht nicht der kommerzielle Erfolg im Mittelpunkt, für die 517 Mitglieder der Genossenschaft sind die Zusammenarbeit, die gegenseitige Hilfe und
die individuelle Anstrengung jedes Mitglieds die zentrale Werte der Gemeinschaft. Bereits seit 1956 wird bei Ruiz de Montoya ökologische Landwirtschaft betrieben.
Der Bioland Betrieb Tannenhof der von der Familie Kayßer bewirtschaftet wird liegt bei Bebra Auf der Imshäuser Höhe im schönen Waldhessen. Hier wird seit 1990
nach den strengen Richtlinien des Biolandverbandes ein breites Spektrum an Pflanzen angebaut. Ökotopia bezieht verschiedene Kräuter vom Tannenhof die z.B. in den
„Um uns herum“ Kräutermischung Verwendung finden, oder, so wie die sehr aromatische Pfefferminze, als Solokraut angeboten werden.
Als Demonstrationsbetrieb Ökolandbau öffnet der Tannenhof regelmäßig seine Tore für interessierte Verbraucher und Kollegen. So wird im Rahmen von Ernährungsbil-
dungsprojekten mit Kindern und Jugendlichen von örtlichen Kitas und Schulen der Anbau von verschiedenen Kulturen von der Pflanzung bis zur Ernte begleitet. Der
Tannenhof ist auch stets bemüht sich weiterzuentwickeln, z.B. durch die Nutzung von Zugpferden im Ackerbau. Was sich zunächst nach Museumslandwirtschaft anhört
ist in Zeiten des Klimawandels nicht nur wirtschaftlich, sondern auch nachhaltig. Moderne Gerätschaften können an ein Pferdegespann über eine Dreipunkt-Hydraulik
gekoppelt werden. Durch den Einsatz von echten PS kann Bodenverdichtung durch schwere Landmaschinen vermieden werden, zusätzlich kann der Verbrauch von
Erdöl minimiert werden.
2001 gründete sich in Südafrika die Heiveld Kooperative zum Vertrieb von biologisch angebautem Rooibush Tee. Bereits im Sommer 2000 trafen sich Ökotopia-Mitarbei-
ter mit Vertretern der zukünftigen Kooperative – der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Heiveld war die erste regionale Kooperative von in Südafrika häufig im-
mer noch diskriminierten „ Coloureds“
Der Erfolg ihrer Arbeit und ihr damit wachsendes Selbstvertrauen hatte Signalwirkung. Heute leben 130 Menschen von den Erträgen der Kooperative.
Durch den Ankauf von Maschinen werden sie immer unabhängiger von weißen Großbauern vor Ort. Die Gründung einer Studiengruppe, die Anbautechniken zum
Schutz der Natur untersucht, zeigt das Interesse der Kooperative, sich stetig auf den neuesten Stand des ökologischen Anbaus zu bringen. So wurden Hecken gegen
Bodenerosion gepflanzt. Diese bilden auch Lebensraum für Insekten, die als natürliche Feinde einiger Parasiten die Rooibush-Sträucher auf ganz natürliche Art schüt-
zen.
Der Rooibush-Anbau ist extrem abhängig von der Niederschlagsmenge. Die sicheren Vorleistungen und Fair Trade Prämien ermöglichen es den Bauern, auch Ernte-
ausfälle zu kompensieren.